Allgemeines

Bei der Einkristalldiffraktometrie werden die von einem einzelnen Kristall (Größe ca. 0,1 bis 1 mm) bei Bestrahlung mit einem monochromatischen Röntgenstrahl erzeugten Interferenzmuster lage- und intensitätsmäßig aufgezeichnet.
Auf der Basis dieser sogenannten "Reflexe" läßt sich anschließend der innere Aufbau des Kristalls, also die Molekül- und Kristallstruktur berechnen.
Durch die enormen Fortschritte in der Mess- und Computertechnik der letzten Jahre ist aus dem früher sehr zeitaufwändigen Verfahren inzwischen eine außerordentlich schnelle und genaue Methode zur Untersuchung des atomaren Aufbaus kristalliner Feststoffe geworden.
Mittels Tieftemperatur- und Hochdruckanlagen können auch Flüssigkeiten oder Gase kristallisiert und so der Methode zugänglich gemacht werden.

Der Service reicht hier von der Auswahl eines geeigneten Kristalls über die Messung des Datensatzes bis hin zur Auswertung der Daten und Darstellung des Ergebnisses als Zeichnung und Tabellen.

Bei der Pulverdiffraktometrie wird statt des einzelnen Kristalls eine pulverförmige Probe aus Kristalliten von ca. 0,01 mm Größe benutzt. Aus dem aufgezeichneten Pulverdiffraktogramm kann nur in relativ einfachen Fällen die Kristall- und Molekülstruktur der untersuchten Substanz abgeleitet werden. Die Pulverdiffraktometrie besitzt ihre Stärken im Bereich der Phasenanalyse fester Proben, bei der Untersuchung von Phasenumwandlungen und bei der in situ-Beobachtung chemischer Reaktionen. Auf dem zur Verfügung stehenden Pulverdiffraktometer des Typs PANalytical X'Pert können die Proben auch bei Temperaturen oberhalb der Raumtemperatur vermessen werden.

 

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